vive la dictature!
vive la dictature!
la dictature*h + la dictature*m = la dictature (h+m)
Das Distributivgesetz
phase: 1

Die Geschichte der Diktatur h plus m

Translation in progress

Die Diktatur h ensteht

Die Steinzeit.

Es war einmal eine Welt in der zahlreiche Menschen an zahlreichen Orten zahlreiche verschiedene Ideen hatten. Der Eine färbte die Stoffe rot, die Andere bemalte sie mit Symbolen und wieder jemand anders schnitt die langen Kleider einfach kurz.

Doch die Menschen in A konnten nur rote Hemden kaufen, die in B nur kurze Kleider.

Die Globalisierung.

Da hatte h die Idee: Alles sollte im h-Kaufhaus zu bekommen sein, überall auf der Welt.

Und so konnten von nun an die Menschen in A und in B kurze und lange Kleider kaufen, in rot oder schwarz, bemalt, bedruckt oder unbefleckt, ganz wie gewünscht.
Zumindest fast alles, denn h erfand den Modezyklus, damit sich die Menschen immer auf etwas neues freuen konnten.
Die Menschen strömten ins h Kaufhaus, denn dort gab es alles, beim Schneider um die Ecke nur Langeweile.

Und immer wenn irgendwo auf der Welt ein Designer oder Designerin doch Erfolg hatte mit einer neuen Form, einer neuer Farbe, einem neuen Material, lies h es so ähnlich oder sogar genau so für alle produzieren.

h, der wollte, dass die Passion für das Schöne die Gehirne der Menschen vollständig beschäftige, so dass sie gar nicht mehr daran dächten, das Hässliche zu tun, suchte nach einem geeigneten Symbol für die Botschaft seiner Liebe und fand das purpur- kirschrote Herz welches er zum Markenzeichen seines Kaufhauses machte.

Die Diktatur h war entstanden.

Die Entwicklung der Diktatur m

m war Entdecker. m hatte die Kräfte der Wettbewerbswirtschaft studiert und wollte erkannt haben, dass wer das Gleiche billiger anbiete, das Spiel gewänne und dass der, der billiger produziere, billiger anbieten könne. m hatte noch etliches andere entdeckt, auf das meiste müssen wir hier aber nicht unbedingt eingehen.

Doch zumindest dies: m wollte zum Beispiel nämlich auch entdeckt haben, dass alle m's ganz natürlich nach Expansion und somit nach der Marktvorherrschaft, dem Monopol streben und dass nur der am Ende noch da sei, der zuerst das Monopol habe. (m bastelte daraufhin übrigens ein Brettspiel für seine Kinder)

Doch das Branchenmonopol sei nur ein vorübergehendes Paradies für den gewinner, da der anschliessende Wettbewerb zwischen konkurrierenden Branchen um Zeit und Geld des Konsumenten nach dem übergreifenden Monopol entweder durch Übernahme oder durch Fusion gelöst werden müsse, also wieder einem neuen Monopol und einem neuen Wettbewerb um noch mehr Monopol, eine Diktatur des Monopolstrebens in der wiederum eben nur der gewinnen könne, der als erster das totale Monopol habe.

Die Diktatur m trat in das Bewusstsein der Menschen und so auch in das von h.

Das Distributivgesetz.

Allein um nicht Opfer eines agressiv nach dem Monopol strebenden Konkurrenten mit weitaus weniger guten Absichten, denn das Schöne und Liebe für (fast) jedermann kaufbar zu machen, zu werden, musste h mit m fusionieren um präventiv seinerseits das Monopol zu sichern.

diktatur*h + diktatur*m = diktatur*(h+m)
Das Distributivgesetz war erfunden.

Das aktuelle Zeitalter.

Noch war die Diktatur*(h+m) nur eine Vision und nicht allmächtig, doch sie blieb fleissig. h und m reisten auf Messen, um zu sehen, was die verbliebenen Designer der Welt, welche mit einzelnen Kunstwerken noch die Reichen und Schönen belieferten, denn so für nächstes Jahr entworfen hatten. Um den Genuss dieser ausserordentlichen Schönheit allen zu ermöglichen, produzierte (bzw. liess produzieren) die Diktatur 'ähnliche' Looks in Massen und machte sie für alle erschwinglich. m modifizierte die Produktionsbedingungen, und auch die Produktionszeiträume, obwohl die Entwürfe der Diktatur erst nach denen der Designer gemacht wurden, kam das Endprodukt zeitgleich und billiger auf den Markt.

Unglücklicherweise begannen auch die wenigen, die sich die teure Ware geleistet hatten, nun bei der Diktatur zu kaufen und immer weniger Designer konnten nun noch davon Leben, immer weniger neue Dinge zu entwerfen.

Um weiter Neues bieten zu können, synchronisierte die Diktatur nun zunehmend Anachronismen und bietet heute die Mode unterschiedlicher Epochen und Kulturen parallel und kombinierbar.

Die Zukunft

Doch wie weiter?

Noch umranken Geheimnisse die Zukunftspläne der Diktatur, mögliche Fusionen oder Symbiosen mit anderen Diktaturen. Wie entkommt das Imperium der Beliebigkeit der Auswahl und der Langeweile des Mangel an Neuem.

Hinter den Kulissen wird fieberhaft gearbeitet...